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Ballonfliegen ..? Ballonflug ..? Vorsicht, diese Wörter sind von Ballonfahrern nicht gern gehört, denn ein Ballon fliegt nicht, er fährt.
Warum? Dazu müssen wir uns zurück in das Jahr 1783 denken, als die beiden Brüder Montgolfier den Ballon erfanden. Zu dieser Zeit stellte man sich vor, die Erde sei von einem Luftmeer umgeben. Die ersten Ballonfahrer waren der Meinung, dieses Luftmeer könne ähnlich wie ein Ozean durchfahren werden. Sie befestigten an ihren Ballonen diverse Segel oder versuchten mit Rudern die Fahrtrichtung und -geschwindigkeit zu beeinflussen. Fliegerei schwerer als Luft (Flugzeuge, Hubschrauber etc.) gab es noch nicht und somit fehlte neben der Erfahrung auch der beschreibende Wortschatz. Deshalb verwendete man herkömmliche Begriffe aus der Seefahrt.
Alle Versuche die Richtung oder Geschwindigkeit der Ballonfahrt zu beeinflussen misslangen. Ein Ballon wird immer vom Wind vorwärts getrieben. Die einzige Möglichkeit die Richtung zu beeinflussen besteht darin, in verschiedenen Höhen unterschiedliche Windrichtungen zu nutzen.
Im deutschen Sprachgebrauch hat sich der Begriff "ballonfahren" eingebürgert. Und nicht nur beim Ballonfahren findet man die Begriffe aus der Seefahrt wieder. In der modernen Fliegerei wird die Geschwindigkeit in Knoten, die Höhe in Fuss und Entfernungen in nautischen Meilen angegeben. Die höchste Instanz der Fliegerei in Deutschland ist das Luftfahrtbundesamt, kein "Flug"amt.
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