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Dr. Vijaypat Singhania - im Heißluftballon auf fast 70.000 FußAm 26. November 2005 stellte der indische Millionär Dr. Vijaypat Singhania einen neuen Höhenweltrekord für Heißluftballone auf. Er ist der Erste, der in einem Heißluftballon eine Höhe von 69.852 Fuß (21.291 m) erreichte.
Er startete um 6:39 Uhr in Mumbai (ehemals Bombay) in Indien. Mit einer Steigrate von 3 bis 3,5 m/s erreichte er 2 Stunden und 14 Minuten danach die Höhe von 69.852 Fuß. Um 11.30 Uhr landete er sicher in Sinnar. Er brach damit den bisherigen Höhenrekord von 64.997 Fuß (19.811 m), den Per Lindstrand am 06. Juni 1988 in Plano, Texas in den USA aufgestellt wurde.Der 67jährige Industrielle, der bereits mehrere Rekorde aufgestellt hat, machte erst im Januar 2005 in Italien seinen Pilotenschein. Im April folgten bereits erste Fahrten in Indien. Am 13 Juni 2005 stellte er einen neuen indischen Höhenrekord von 16.000 Fuß auf. Um einen neuen Weltrekord aufzustellen, musste Singhania gem. den Regeln der FAI (Federation Aeronautique International) den alten um 3% übersteigen. Weitere Anforderungen der FAI für Rekordfahrten sind, dass der Pilot seinen Ballon selber fahren, den Ballon und die Kapsel sicher landen und nach der Landung noch mindestens 24 Stunden überleben muss (das klingt seltsam, die FAI erkennt aber keine selbstmörderischen Missionen an). Die Ballonhülle, ein Z-1600 mit einem Volumen von fast 46.000 m³, wurde von Cameron Balloons gebaut. Sie war aus einem speziell leichtem Nylongewebe mit nur 35 g/m² hergestellt. In einer Höhe von 70.000 ft liegt die Temperatur bei -95°C. Der Luftdruck beträgt lediglich noch 1/25 des normalen Luftdruckes am Boden. Um bei diesen extremen Bedingungen überleben zu können, war eine spezielle Ballongondel notwendig. Diese und die dazugehörigen Systeme wurden von Andy Elson gefertigt. Elson ist in Ballönerkreisen sehr bekannt, seit er mit einem Ballon 1991 den Mont Everest überquert hat. Ähnliche Kapseln hat Elson bereits für die NASA gefertigt. Die Aluminiumkapsel für Singhanias Rekordversuch war druckdicht und hatte eine zylindrische Form mit einer Höhe von 2,2 m und einem Durchmesser von 1,4 m. Das Gewicht lag bei 560 kg. Sie war mit allen notwendigen lebenserhaltenden Systemen, z. B. zur Sauerstoffversorgung und mit 5 Acrylglasfenstern ausgestattet. Weiterhin waren an Bord 2 Variometer und Höhenmesser, eine Kamera, ein Sattelitentelefon, 2 VHF Funkgeräte, 2 GPS und 2 Transponder.Der Pilot saß geschützt in einem umgebauten Sicherheits-Rennwagensitz, um bei der Landung Stöße in aller Richtungen abfangen zu können. Die Kapsel konnte im Notfall von der Ballonhülle getrennt werden, um dann am Fallschirm sicher zu landen. Zum Heizen waren oberhalb der Gondel 18 Brenner installiert. Einige davon waren für den Aufrüstvorgang und den Abstieg für den Betrieb mit Propan ausgelegt. Die Brenner für den Aufstieg wurden mit Kerosin betrieben. Der gesamte Ballon, betrieben mit einer schweizer Zulassung, war extrem leicht und wog inkl. Hülle, Gondel, Brenner und Ausrüstung nur 1820 kg, die Gesamthöhe lag bei 50 Metern. Das Aufblasen des Ballons dauerte rund 2,5 Stunden. 12 Monate Arbeit waren notwendig, um den Rekordversuch zu planen und durchzuführen. Nach der Landung wurde die Ballonhülle von der Kapsel getrennt. Sie stieg wieder auf und kehrte erst nach 8 Stunden zur Erde zurück. Singhania hat bereits vor 17 Jahren einen Rekord im Ultraleichtfliegen aufgestellt, als er innerhalb von 23 Tagen 9655 Kilometer von Großbritannien nach Indien zurücklegte. Damit übertraf er den Rekord eines britischen Journalisten, der die Strecke in 34 Tagen schaffte. Vor seinem Ruhestand war Singhania Leiter einer der größten Textilfirmen Indiens.
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