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Instrumentierung und CockpitIm Cockpit befinden sich neben den Sesseln und den Flug- und Navigationsinstrumenten (GPS und Computer) auch die Funk- und Datenübertragungsgeräte zur Kommunikation mit dem Boden. Ein Transponder ermöglicht es der Luftaufsicht, den Ballon überall auf der Welt während der Fahrt auf den Radarschirmen zu identifizieren. Da die Sicht aus der Kapsel nach außen sehr begrenzt ist, werden die Informationen, die die Piloten zur Führung des Ballons benötigen, über Videokameras auf einen Bildschirm übertragen. Die Steuerung eines Ballons unterscheidet sich ausserordentlich von der eines Flugzeuges. Die einzige Steuermöglichkeit die ein Ballonpilot hat, ist in verschiedenen Höhen unterschiedliche Windsysteme aufzusuchen. Hierfür verwendet man den Höhenmesser und das Variometer. Weitere wichtige Instrumente an Bord einer Roziere sind Thermometer zur Anzeige der Temperatur in und ausserhalb der Gondel, sowie im Heissluftkonus und der Heliumzelle der Ballonhülle.Auch der Luftdruck und der Druck in der Heliumzelle werden angezeigt. Weiterhin befinden sich im Steuerpult die Kontrollen für das Ventil, um Helium zur Reduzierung des Auftriebs abzulassen. Der Schalter zum Absprengen der Hülle für die Landung ist ebenfalls in das Steuerpult integriert. Ein "Fuel-Management-System" zeigt den Druck in den Propangas-Behältern sowie eine Füllstandsanzeige den Inhalt in diesen an. Es erlaubt dem Piloten die Propangasentnahme zwischen den einzelnen Behältern zu wechseln und die Heizung, die der Druckerhöhung in den Behältern dient, ein- und auszuschalten. Die Brenner werden über ein Piezo-elektrisches System gezündet. Im Steuerpult ist eine Fernsteuerung für die Brenner untergebracht. Ausserdem können die Brenner noch ausserhalb der Kabine, für den schwierigen Landevorgang, manuell betätigt werden. LebensbedingungenWohnraumWegen des geringen Platzes, ist bei einer Zwei-Personen-Kapsel, wie dem Breitling Orbiter, nur ein Bett vorhanden. Die Crew wechselt sich mit dem Schlafen ab. Lebensmittel In den kleinen Kapseln ist eine kompakte Küche installiert. Die Lebensmittel der Crew sind in Volumen und Menge limitiert. Es handelt sich meist um gefriergetrocknete Produkte, inklusive Fleisch und Joghurt, sowie getrockneten Früchten um Unterzucker zu vermeiden. Heizung In den großen Höhen, in denen Rozieren betrieben werden, herrscht eine Aussentemperatur von -40 bis -50 °C. Deshalb müssen die Kabinen der Rozieren mit einer speziellen Heizung ausgestattet sein. Die Heizung an Bord des Breitling Orbiters wurde durch einen Kerosinbrenner betrieben, der die Innentemperatur auf eine angenehme Temperatur von 18 °C erwärmte. SauerstoffanlageDie meisten Rozieren werden in Höhen betrieben, in denen die Luft für den Menschen zu dünn zum atmen ist. Deshalb ist eine Sauerstoffanlage notwendig, die in den druckfesten Kabinen die Lebensbedingungen für den Menschen aufrecht erhalten.Die Sauerstoffanlage im Breitling Orbiter war ausgelegt, um einen Innendruck in der Kabine zu erzeugen, der etwa dem in einer Höhe von 10.000 Fuss entspricht. Die Crew atmete eine Luftmischung, die aus flüssigem Sauerstoff und Stickstoff im Verhältnis 20 zu 80 Prozent hergestellt wurde. Das Kohlendioxid, dass die Crew ausatmete, wurde von Lithiumdioxid-Kartuschen absorbiert, die auch aktivierten Kohlenstoff enthielten, um eine gute Luftqualität zu erhalten. KommunikationDie Rozieren zum Umrunden der Welt stehen in ständigen Kontakt mit ihren Einsatzzentralen am Boden. Sensoren, die überall am Ballon angebracht sind, übermitteln einen ständigen Strom an Daten vom Zustand des Ballons zu den Einsatzzentralen. Die Bodenmannschaften versogen die Crews regelmässig mit den neuesten Wetter- und Navigationsdaten und den Ergebnissen aus den Analysen der Daten vom Zustand des Ballons. Dies hilft den Crews kritische Entscheidungen treffen zu können. Das Team des Virgin Global Challenger arbeitete z. B. eng mit der Firma BT zusammen, die für die gesamte Kommunikation und den Datenaustausch mit dem Ballon zuständig war.
Die grundsätzliche Kommunikation erfolgte über Inmarsat-Satelliten, die eigentlich der Kommunikation mit Schiffen dienen.Jeder der beiden Piloten hatte einen eigenen C-Sat-Anschluss, mit denen Daten wie elektronische Mails gesendet und empfangen werden konnten. Die Nachrichten konnten entweder am Bildschirm oder über ein Faxgerät eingesehen werden. Vom Ballon aus wurde in regelmäßigen Abständen die Position und die Höhe an das Einsatzzentrum gesendet. Der Virgin Global Challenger war ausserdem mit mehreren Funkgeräten, die auf den Frequenzen der Luftfahrt und der Marine arbeiten, ausgestattet. |