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Materialien
Schema     1  Ventil
2  Gaszelle für Helium
3  Heissluftkonus
4  Appendix

Hüllen für Rozieren werden aus Nylongewebe gefertigt. Die äussere Haut der Ballonhülle umgibt ein Netzwerk aus Polyesterbändern, die vom Top des Ballons aus nach unten gehen. Diese nehmen das Gewicht der Gondel auf.
Um die Roziere von Bertrand Piccard und Brian Jones, mit der sie 1999 erfolgreich die Erde umrundeten, wurde eine Aussenhaut, beidseitig bedampft mit Aluminium, angebracht. Damit wurde der Wärmeaustausch zwischen dem Balloninneren und der Aussenluft besser unter Kontrolle gehalten. Tagsüber sollte die Erwärmung durch die Sonnenstrahlen im Ballon gehalten werden, in der Nacht wollte man eine Abkühlung verhindern.


Appendix

Beim Appendix handelt es sich um einen Schlauch, der nach unten offen ist und mit dem oberen Teil in der Heliumzelle der Roziere endet. Er dient ähnlich wie der Füllansatz beim Gasballon, zum Austritt von Helium beim Aufstieg und der damit verbundenen Ausdehnung des Heliums. Er soll verhindern, dass die Gaszelle beim Aufsteig platzt. Über den Appendix lässt sich die Heliumzelle beim Aufrüsten der Roziere befüllen.

Druckkapsel

Aufbau der Druckkapsel

Bei den "Körben" der Rozieren handelt es sich oftmals um Kabinen, die ähnlich wie Weltraum- oder Unterseekapseln aussehen. Sie sind meist Einzelstücke, aber alle ähnlich aufgebaut.
Die Form ist kasten- oder tonnenförmig. Sie bestehen entweder aus Aluminium (z.B. Virgin Global Challenger) oder aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen (z.B. Breitling Orbiter). Um Fahrten in großen Höhen durchführen zu können, müssen die Kapseln druckdicht und gut isoliert sein.

Der grundlegende Aufbau einer Rozierengondel soll am Beispiel der Kapsel der beiden Franzosen Laurent Lajoye and Christophe Houver gezeigt werden, mit der sie zwischen dem 30. August und dem 5. September 2000 den Atlantik von Saint John, New Brunswick, Kanada, bis Bayeux in Frankreich erfolgreich überquerten.
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  1  Brenner

  2  Brennerrahmen

  3  VHF Antenne

  4  Fenster

  5  Gaszylinder

  6  Druckkapsel

  7  Entlüftung
Auf der Oberseite befindet sich eine halbkugelförmige Fensterscheibe, die es den Piloten erlaubt, auf die Brenner und einen Teil der Hülle zu schauen. Um die Gondel herum sind die Propangasflaschen montiert. Der Brenner wird ähnlich wie bei einem normalen Heissluftballon auf ein Gestänge montiert und ist in einem Brennerrahmen befestigt. Im inneren der Kapseln befinden sich der Wohnraum für die Crew, das Cockpit, eine Schlafgelegenheit, eine Toilette und eine Küche.
Die meisten Rozierenhüllen lassen sich bei der Landung, mit Hilfe von Sprengbolzen, von der Gondel trennen. Dies ist notwendig, da ein Ballon, der die Größe besitzt die Welt zu umrunden, nicht schnell genug entleert werden kann. Bei stärkeren Windgeschwindigkeiten würde die Gondel über den Boden mitgeschleift werden.

Hier einige Beispiele von Gondeln bekannter Rozieren, mit denen versucht wurde die Erde zu umrunden:

ICO Global
Challenger
Breitling
Orbiter 3
Spirit of Peace Cable &
Wireless


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