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Instrumente

zum Vergrößern bitte klickenFür eine sichere Führung eines Heissluftballons sind relativ wenige Instrumente erforderlich. Benötigt wird lediglich ein Höhenmesser, eine Temperaturanzeige für die Temperatur im inneren des Heissluftballons und ein Variometer, dass das Steigen und Fallen des Ballons anzeigt.
Ein Kompass zur Navigation muss ebenfalls mitgeführt werden, wobei die Piloten in jüngster Zeit sich zusehends auf GPS-Geräte (Global-Positioning-System) verlassen. Das GPS ist ein Satellitennavigationsgerät, das auf wenige Meter genau die Position angibt. Des weiteren lässt sich durch das Gerät die genaue Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit des Ballons über Grund ermitteln.

zum Vergrößern bitte klickenZur Verständigung mit den Flughäfen, der Luftaufsicht und dem Verfolgerfahrzeug muss im Ballon ein Funkgerät mitgeführt werden, über das auch jederzeit eine aktuelle Wetterberatung und sonstige Fluginformationen eingeholt werden können. Bei Ballonfahrten, z. B. über die Alpen oder in Flugbeschränkungsgebiete, wird außerdem ein Transponder benötigt. Mittels des Transponders kann der zuständige Fluglotse auf seinem Radarschirm die genaue Position des Ballons feststellen.

Aufrüstgebläse

zum Vergrößern bitte klicken Um den am Boden liegenden Ballon mit Luft zu füllen, ist ein Aufrüstgebläse (Ventilator) nötig. Mit diesem wird kalte Luft in die Ballonhülle geblasen, die später durch den Brenner erhitzt wird. Ventilatoren haben meist eine Motorleistung zwischen 5 und 13 PS. Die Motoren sind in Stahlrohrrahmen eingebaut. Zum leichteren Transport sind an dem Rahmen zwei Räder montiert. Der Motor treibt einen Propeller an, der aus Sicherheitsgründen in einem Schutzkäfig untergebracht ist.
Der Ventilator gehört nicht zum eigentlichen Luftfahrzeug und ist auch nicht nachprüfpflichtig.

Nachprüfungen und 100-Stunden-Kontrollen

Heissluftballone müssen einmal jährlich bzw. alle 100 Betriebsstunden von einem Beauftragten des Luftfahrtbundesamtes (Prüfer Klasse 3) überprüft werden. Bei der Überprüfung werden alle tragenden Teile (Korb, Korbseile etc.), das Gassystem, Aufhängungen und die Entleerungs- bzw. Manövriersysteme kontrolliert. Hat die Ballonhülle mehr als 350 Betriebsstunden, müssen Reissproben (Grap-Test) an der Hülle durchgeführt werden. Dazu wird ein 1 inch (25,4 mm) breiter Stoffstreifen an beiden Enden eingespannt und belastet, die vorhandene Reissfestigkeit wird mittels einer Federwaage bestimmt. Die Belastung muss genau in Fadenrichtung in den Stoff eingeleitet werden. Liegt die Reissfestigkeit über dem Wert von 13 kg/inch, kann die Hülle weiterhin zum Betrieb zugelassen werden. Liegt der Wert darunter, führt das zur Luftuntüchtigkeit. Gegebenenfalls kann die Hülle erneut zum Betrieb zugelassen werden, wenn die Stoffpartien mit der zu niedrigen Reissfestigkeit gegen neuen Stoff ausgetauscht werden.

Virtuelle Ballonfahrt mit dem Heißluftballon

In dieser Bildergalerie können Sie eine virtuelle Ballonfahrt mit einem Heißluftballon erleben.

Die Stellung des Heissluftballons in der heutigen Zeit

Die Anschaffungskosten für einen Heissluftballon sind, da der gesamte Ballon in Handarbeit gefertigt wird, ziemlich hoch. Ein normaler Sportballon (3.000 m3) kostet mit Instrumentierung und Anhänger für den Bodentransport, ca. 50.000 EUR.

zum Vergrößern bitte klicken Die werbetreibende Industrie hat im Ballon eine attraktive Möglichkeit zur Selbstdarstellung ihrer Produkte gefunden. Dieser einmalige Werbeträger erregt immer viel Aufmerksamkeit bei den Zuschauern.
Bis ca. 1985 betrieben lediglich Vereine Heissluftballone, später fand er auch weite Verbreitung zur Beförderung von Gästen in Ballonfahrt-Unternehmen.
Die Anzahl der in Deutschland zugelassenen Ballone ist in den letzten 25 Jahren enorm gestiegen. Gab es bis 1980 ca. 200 dieser luftigen Gefährte, sind es heute über 1300.

Mit dem Einzug in den gewerblichen Gästetransport wurden die Ballone immer größer, um mehr Gäste bei einer Fahrt transportieren zu können. 1980 war ein Heissluftballon mit 3.000 m3 sehr groß, heute gehört er zu den kleineren verwendeten Heissluftballonen. Ballone mit 9.000 oder 12.000 m3 sind mittlerweile keine Seltenheit mehr.

zum Vergrößern bitte klicken Trotz all der Technik, die heute mit einem Aufstieg in einem Ballon verbunden ist, hat das Ballonfahren nichts an seinem ursprünglichen Reiz verloren. Eine Ballonfahrt ist immer noch ein kleines Abenteuer. Man steigt in einen luftigen Weidenkorb, hebt ab und ist vollkommen frei. Man ist nicht eingeschlossen in einer Kabine wie in anderen Luftfahrzeugen. Wo es hingehen wird, weiss nur der Wind.
Begeisterte Mitfahrer und Journalisten haben den Freiballon wegen seiner Ruhe und des einmaligen Ausblicks bereits als Logenplatz am Himmel tituliert.

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