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Scoop bzw. Schürze

zum Vergrößern bitte klicken zum Vergrößern bitte klicken An der unteren Hüllenöffnung befindet sich der Scoop bzw. die Schürze. Diese bestehen aus Nomex-Stoff und dienen bei Wind als Aufrüsthilfe.
Sie sorgen dafür, daß die Brennerflamme bzw. die Wärme durch den Wind nicht zur Seite abgelenkt werden oder beim am Boden stehenden Ballon die Pilotflamme auslöschen. Der Scoop ist ein dreieckiges Stück Stoff, dass nur knapp die Hälfte der Hüllenöffnung umfasst, die Schürze ist rundumlaufend.

Lastgurte

Als tragendes Gerippe werden Lastgurte in die Ballonülle eingenäht, die vertikal von der unteren Hüllenöffnung bis zum oberen Top führen. Am Top enden die Lastgurte im sogenannten Kronenring. An der unteren Hüllenöffnung sind die Lastgurte zu Schlaufen genäht, in denen auf Kauschen die Tragseile, also die Verbindung zwischen Hülle und Korb befestigt sind. Die Lastgurte übernehmen das Gewicht von Korb und Insassen und sorgen dafür, dass die Last nicht direkt in den Stoff eingeleitet wird.
Als Rissstopper dienen horizontal aufgenähte Gurte (Bänder), die ein Weiterreissen der Hüllenbahnen, z. B. nach einer Baumberührung, über den Gurt hinaus verhindern sollen. Je nach Hüllengröße werden mehrere dieser Risstopper um den gesamten Umfang der Ballonhülle entweder innen oder aussen auf der Hülle aufgenäht.

Reparaturen an der Hülle

Reparaturen an tragenden Teilen, z. B. die Aufhängung von den Tragseilen an der Hülle dürfen ausschließlich von luftfahrttechnischen Betrieben durchgeführt werden. Risse und Löcher unterhalb des ersten horizontalen Risstoppers darf man selber reparieren. Liegt die Beschädigung über dem ersten horizontalen Lastgurt, muss wieder ein luftfahrttechnischer Betrieb eingeschaltet werden.

Manövriersysteme

An der Unlenkbarkeit des Freiballons hat sich in den letzten 220 Jahren nichts geändert. Alle Versuche, mit Rudern oder Segeln die Fahrtrichtung zu beeinflussen, schlugen fehl.
Durch das Aufsuchen verschiedener Fahrthöhen und der dort vorherrschenden Windrichtungen und -geschwindigkeiten, kann der Ballonführer bedingte Richtungsänderungen herbeiführen.

Parachute zum Vergrößern bitte klickenSteigen erreicht man beim HL-Ballon durch weiteres Erwärmen der Luft im Inneren des Ballons mittels des Brenners, Sinken leitet man mit Hilfe des Parachutes ein. Der Parachute ist ein Fallschirm, der nur durch Zentrierleinen und den Innendruck in der Ballonhülle die obere Hüllenöffnung zudeckt. Über eine Leine, die über zwei oder mehrere Umlenkrollen geführt wird, lässt sich der Parachute ins Hülleninnere ziehen - heisse Luft kann ausströmen. Dadurch verliert der Ballon an Tragkraft und beginnt zu sinken. Lässt man die Parachuteleine wieder los, wird der Parachute durch den statischen Innendruck in der Ballonhülle an die obere Hüllenöffnung gedrückt und in seine ursprüngliche Ausgangsposition gebracht.

Zum Manövrieren soll der Parachute nicht länger als 5 bis 10 Sekunden geöffnet werden. Dabei reicht ein geringer Öffnungsspalt, um die gewünschte Reaktion zu erhalten. Beim Aufrüsten des Ballons halten kleine Felder mit Klettverschluss diesen in seiner Position. Vor dem Start hat sich der Pilot von der Funktion des Parachutes zu überzeugen und zieht diesen auf, bis sich alle Klettverschlüsse gelöst haben.
Nach der Landung wird der Ballon über das Parachute-System entleert.

Drehventile

zum Vergrößern bitte klickenDrehventile sind Öffnungen in Höhe des Äquators in der Ballonhülle. Wird über eine Leine diese Öffnung aufgezogen, kann heisse Luft entweichen. Die heisse Luft wird durch die Bauart des Drehventils so gelenkt, dass sie seitlich an der Ballonhülle ausströmt. Damit wirkt ein Rotationsmoment auf den Ballon und dieser dreht sich um seine Hochachse. Meist werden zwei gegensätzlich wirkende Drehventile in die Ballonhülle eingebaut, eines dreht den Ballon im Uhrzeigersinn, das andere dagegen. Drehventile wurden entwickelt, um Ballone mit größeren Körben, die ein bestimmtes Längen- zu Breitenverhältnis aufweisen, kontrolliert beim Landen ausrichten zu können.

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