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BallastWill der Ballonführer den Ballon zum Steigen bringen, muss er Ballast abwerfen. Im heutigen, mit Wasserstoff gefüllten Ballon, wird Sand, in sogenannten Sandsäcken und evtl. Wasser, als Ballast mitgeführt. An der Außenseite des Korbes hängt die Schütte, die während der Fahrt immer mit dem Sand aus den Säcken gefüllt wird. Aus dieser Schütte kippt der Pilot Sand in dosierten Mengen mittels einer kleinen Schaufel über Bord. Das Wasser dient zur Ballastabgabe über bewohntem Gebiet. Will der Ballonführer den Ballon um 80 m steigen lassen, muss er das Gesamtgewicht seines Luftfahrzeuges um 1% verringern.Die Beladung darf nur unter Beachtung der vorgeschriebenen Mindestballastmenge erfolgen. Gegebenenfalls muss mit geringerer Insassenanzahl gefahren werden, um die angegebene Mindestballastmenge nicht zu unterschreiten. Der vorgeschriebene Mindestballast beträgt bei:
Der erforderliche Fahrballast ist an der Innen- oder Außenwand des Korbes bzw. an Sandsackträgern am Korbring aufzuhängen und gegen Pendeln und Selbstlösung zu sichern. NetzDas NetzmaterialDas traditionelle Hanfnetz wurde aus italienischem Speziallanghanf hergestellt. Der Vorteil dieser Hanfqualität lag in seiner Langfaserigkeit. Diese Langfaserigkeit brachte bei geringen Seildurchmessern höhere Bruchfestigkeit als bei normalen Hanfqualitäten. Die geringen Seildurchmesser waren wünschenswert, um möglichst leichte Hanfnetze zur Verfügung zu haben. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten beim Speziallanghanf ist man seit 1988 zur Verwendung von Kunstfaserleinen übergegangen. Die Hanfleinen waren drei- oder vierlitzige, gedrehte Seile, im Gegensatz zu den Kunstfaserleinen, die aus 16 Litzen geflochten werden. Nachfolgend sollen weitere Vorteile der Kunstfaserleine gegenüber der Hanfleine aufgezeigt werden:
Die Netzkonstruktion Der obere Pol des Netzes besteht aus dem kreisförmigen Netzkranz, der durch ein Stahlseil verstärkt ist.Der Durchmesser des Netzkranzes ist etwas größer als der des Ballonventils. Von diesem Netzkranz strahlen die Netzmaschen aus. Die Größe der Netzmaschen nimmt vom oberen Pol nach unten laufend zu. Der Durchmesser der Kunstfaserleinen ist vom oberen Pol bis unten gleich, beim Hanfnetz werden die Leinen von oben nach unten immer dicker.
Freiballonnetze haben bei Ballonen bis zu 900 m³ insgesamt 72 Netzmaschen, darüber 96 oder 80 Netzmaschen im Umfang. Etwa in der Höhe des unteren Drittels des Ballons werden die Netzmaschen zu 36 oder 48 bzw. 40 kleinen Gänsefüßen (II. Gabel) vereinigt, die wieder in 18 oder 24 bzw. 20 Gänsefüße zusammengefasst werden. Da diese beiden Maschenreihen in Kauschen laufen, spricht man auch vom oberen und unteren Kauschengang. In die Gänsefüße des unteren Kauschenganges sind die Netzauslaufleinen auf Kauschen gleitend eingespleißt. Die Schlingen am unteren Ende der kräftigen Auslaufleinen werden die Knebel des Korbringes eingeknebelt. Alle Leinendurchmesser errechnen sich aus der jeweiligen Belastung und der geforderten 20-fachen Sicherheit (15-fache Sicherheit bei Auslaufleinen) für neue Netze im ungeknoteten Zustand. Für Leistungsfahrten gibt es noch ein Leichters Netz (18 kg für 1050 m³ Ballon), das eine 10-fache Sicherheit gegenüber der statischen Belastung hat.Bei der Jahresnachprüfung ist die Reißfestigkeit der orangefarbenen Testfäden am Netzkranz entsprechen den Angaben im Betriebshandbuch zu prüfen. Reißen diese Testfäden aufgrund der Alterung, sind die Netzmaschen mittels eine Zungenprüfmaschine auf ihre Reißfestigkeit zu prüfen und, wenn die zulässigen Werte unterschritten werden, auszuwechseln. Korbring
Der Korbring bildet die Verbindung zwischen Netz und Korb. Er kann bei kleineren Ballonen noch aus Holz gefertigt sein, bei größeren ist er aus Präzisionsstahlrohr gebogen. Für Wettfahrtballone, wobei es auf geringes Gewicht ankommt, besteht der Korbring aus einem besonders leichten, vergüteten Stahlrohr oder aus einem Drahtseilring, auch Korbgehänge genannt.Am Korbring sind die 18 oder 24 bzw. 20 Knebel für die Netzauslaufleinen und die 10 Knebel für die Korbleinen angespleißt. Für das Schleppseil ist eine Seilgabel vorgesehen, die aus einer Leine mit Schlaufe und einer weiteren Leine mit Knebel gebildet wird. Bei der Jahresnachprüfung ist besonders auf Scheuerstellen zwischen Stahlrohrring und Knebelleinen zu achten. | ||||||||||||||
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