| Sie sind hier: Ballontypen - Cluster Ballon |
FAHRTABLAUF VON CLUSTER BALLONENWährend der Pilot mit seinem Gefährt noch am Boden festgebunden ist, wird die Menge Ballast befestigt, dass der Clusterballon nahezu ausgeglichen ist. Zum Start genügt ein Auftrieb von 0,5 bis 1 kg. Dies erlaubt später eine Steigrate von 1 - 2 Meter/Minute. Die Crew bereitet sich vor, auf Signal des Piloten die Startfessel zu lösen.Um die Höhe eines Clusterballons steuern zu können, startet der Pilot mit mehr Ballons als benötigt um mit seinem Gewicht abzuheben. Der überschüssige Auftrieb wird durch Ballast (Wasser oder Sand) ausgeglichen. Um das Steigen zu beenden oder um Sinken einzuleiten, entfernt der Pilot Ballone aus der Traube, indem er sie losschneidet oder zerplatzen lässt. Um das Sinken zu verlangsamen oder wieder zu steigen, wirft er Ballast ab. Wie oft ein Clusterballon steigen oder sinken kann, ist begrenzt durch die Menge Ballast oder Zusatzballons, die bei der Fahrt dabei sind. Der Ballon kann durch die Erwärmung des Traggases durch die Sonne zusätzlichen Auftrieb während der Fahrt erhalten. Ein Clusterballon bewegt sich immer
in die Richtung, in die der Wind geht. Jedoch kann die Richtung, ähnlich wie bei einem Heißluftballon, durch das Aufsuchen unterschiedlicher Höhen und somit
unterschiedlicher Windrichtungen oft um einige Grad beeinflusst werden. Während des frühen Morgens sind unterschiedliche Windschichtungen nicht ungewöhnlich.
Lässt der Pilot vor dem Start einen Spielzeugballon aufsteigen, kann er frühzeitig die unterschiedlichen Winde in der Höhe erkennen, um seine Fahrt zu planen. Während der Ballonfahrt ist ein tragbares GPS für diesen Zweck ebenfalls sehr nützlich. Um das Beste aus der begrenzten Anzahl der Änderungen von Steigen zu Sinken herauszuholen, merkt sich der Pilot beim ersten Aufstieg nach dem Start die unterschiedlichen Windrichtungen in den Höhen. Gummiballone sind schon bis in Höhen von 20.000 Fuß aufgestiegen. Bei einer Clusterballonfahrt steigt man aber gewöhnlich bis zu einer Höhe von 3.000 - 5.000 Fuß auf. Nachdem die größte gewünschte Höhe erreicht ist, verhindert der Pilot ein weiteres Steigen und steigt dann ab in die Höhe, in der die beste von ihm gewünschte Windrichtung herrscht. Gewöhnlich versucht man von großen Städten und Flugplätzen fernzubleiben und versucht in Gebiete zu gelangen, wo es geeignete Landeflächen gibt. Diese sollten mit Strassen für die Verfolgermannschaft gut erreichbar sein. Bei der Anfahrt auf das Landefeld versucht der Pilot das Sinken in eriner Höhe von 30 Metern oder weniger auszugleichen. Dann hält er in Fahrtrichtung Ausschau nach einem passenden Landefeld. Die Verfolgermannschaft sollte zu diesem Zeitpunkt in der Nähe sein. Dies ist der spannendste Teil der Ballonfahrt. Die größte Gefahr hierbei besteht in einer Kollision mit einer Stromleitung oder anderen Hindernissen. Die zu treffenden Entscheidungen bei der Landung sind ähnlich, wie bei einer Heißluftballonfahrt. Es ist bei einem Clusterballon allerdings schwieriger, sehr schnell die Geschwindigkeit des Steigens oder Fallens zu ändern. Die Anzahl der Landeversuche ist beschränkt auf den vorhandenen Ballast. Ist die Bodenmannschaft bei der Landung zur Stelle, kann sie die Bewegung des Ballons stoppen, indem sie den Piloten am Gurtzeug festhält oder dieser das Landeseil abwirft. Ist die Mannschaft nicht zur Stelle, kann der Pilot bei schwachem Wind auch selbstständig landen und sich stabilisieren. Bei stärkeren Windverhältnissen muss der Pilot viele Ballone losschneiden oder zerplatzen lassen, um nicht über den Boden geschliffen zu werden.
Nach der Ballonfahrt werden die Ballone entleert. Einige Arten von Gummiballonen können sicher wiederverwendet werden, andere kann man nur einmal hernehmen. Ballone die ausrangiert werden, lässt man lieber zerplatzen als wegfliegen, um eine Gefährdung des Luftverkehrs zu vermeiden. |